Aufzählungen
Aufzählungen sind ein wichtiges Mittel der Textgestaltung. Richtig eingesetzt, unterstützen sie die Leserführung und erleichtern das schnelle Erfassen von Inhalten.
In Pressemitteilungen oder auch Homepage-Texten müssen oftmals mehrere Informationen gleichzeitig vermittelt werden: Ergebnisse, Projektziele, Maßnahmen oder zentrale Aspekte eines Themas. Aufzählungen können dabei zur Übersichtlichkeit eines Textes beitragen. Sie helfen, Informationen zu strukturieren und komplexe Inhalte in einzelne, klar erkennbare Punkte zu gliedern. Für Leser:innen wird damit schneller sichtbar, welche Informationen zusammengehören und wie viele Aspekte ein Thema umfasst.
Welche Funktion erfüllen Aufzählungen?
Aufzählungen erfüllen im Text mehrere Funktionen. Sie strukturieren den Text, indem sie mehrere zusammengehörige Aspekte übersichtlich darstellen. Dadurch können komplexe Informationen in kurze Einheiten zerlegt werden – zum einen begünstigt das die Textökonomie, zum anderen lassen sich einzelne Punkte leichter vergleichen. Letztlich bieten Aufzählungen Orientierung, indem sie den Textinhalt für Leser:innen schnell erkennbar machen. Sie unterstützen damit die Leserführung und zeigen, welche Informationen zusammengehören und welche Punkte besonders wichtig sind.
Was passiert beim Lesen?
Aufzählungen signalisieren dem Leser Einheiten, die gemeinsam zu verarbeiten sind. Dabei ermöglichen es Aufzählungen, einzelne „Räume“ in den Blick zu nehmen und den Leseraum um eine Dimension zu erweitern. In einem solchen zweidimensionalen Verarbeitungsraum wird nicht nur von links nach rechts, sondern auch von oben nach unten gelesen. Vor allem Aufzählungen in Listenform zeichnen sich durch eine vertikale Anordnung aus, was ein Oben-Unten-Lesen notwendig macht.
Beispiel
uneinheitliche Aufzählung
- Analyse der Daten
- Ergebnisse werden ausgewertet
- Präsentation von Ergebnissen
einheitliche Aufzählung
- Daten analysieren
- Ergebnisse auswerten
- Ergebnisse präsentieren
Wann unterstützen Aufzählungen den Text?
Das Beispiel zeigt, dass Aufzählungen besonders übersichtlich wirken, wenn ihre einzelnen Punkte analog aufgebaut sind. Im Beispiel haben die Elemente der einheitlichen Liste eine ähnliche grammatische Struktur (Nomen+Verb) . Es empfiehlt sich, dies bei Listen zu beachten: Analog aufgebaute Listen erleichtern das Lesen, weil Leser:innen schneller erkennen, dass und wie die einzelnen Punkte zusammengehören. Uneinheitliche Strukturen suggerieren auch uneinheitliche Inhalte, erzeugen aber mindestens den Eindruck von Unordnung. Dadurch erschweren sie die Orientierung im Text.
Prüffragen für die Textarbeit
- Ist in der Aufzählung Gleiches zu Gleichem geordnet? Wird also Vergleichbares bzw. Zusammengehöriges erfasst?
- Ist die Aufzählung klar strukturiert?
- Sind die einzelnen Stichpunkte sprachlich analog aufgebaut?
- Sind sie – im Fall längerer Texte – als Aufzählung erkennbar oder sollten typographische Mittel zur Verdeutlichung genutzt werden (z. B. Fettdruck von einordnenden Schlagwörtern)?
- Hat die Liste eine überschaubare Länge?
- Wird die Aufzählung sinnvoll in den Text eingebettet?
- Gibt es noch andere Stellen im Text, die sich übersichtlicher als Liste/Aufzählung fassen ließen?
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