Soziale Medien

Besonders bei jüngeren Zielgruppen spielen diese Kanäle eine zentrale Rolle. Gleichzeitig erreichen klassische Formate, wie Pressemitteilungen, ältere Zielgruppen oft besser. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bedeutet das: Wissenschaftskommunikation findet heute in unterschiedlichen medialen Räumen mit unterschiedlichen Erwartungen statt. 

Sprache in den Sozialen Medien

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht unterscheiden sich Soziale Medien deutlich von klassischen Pressetexten. Die Kommunikation ist 

Zudem entstehen neue <Textsorten>, die sich nicht eindeutig den klassischen Textsorten zuordnen lassen. Posts, Threads oder Kurzvideos folgen eigenen sprachlichen und strukturellen Regeln. 

Soziale Medien als Informationsquelle

Die Nutzung sozialer Medien verändert nicht nur die Verbreitung, sondern auch die Wahrnehmung von Informationen. Inhalte werden häufig:

  • fragmentiert dargestellt (einzelne Posts statt zusammenhängende Texte),
  • aus ihrem Kontext gelöst,
  • schnell und selektiv rezipiert (beispielsweise beim Scrollen).

Besonders Videoplattformen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Der Trend zu kurzen, visuell geprägten Formaten zeigt sich auch in der Wissenschaftskommunikation.

Der Easiness Effect

Ein wichtiger Befund: Leicht verständliche Inhalte werden (im Rahmen Sozialer Medien) oft als überzeugender wahrgenommen. Studien zum sogenannten Easiness Effect (Scharrer et al 2017; 2021) zeigen, dass einfache Darstellungen als glaubwürdiger eingeschätzt werden können; unabhängig davon, wie gut sie wissenschaftlich abgesichert sind. Das erhöht jedoch die Gefahr, dass vereinfachte oder fehlerhafte Informationen leichter akzeptiert werden. 

Wissenschaftskommunikation in den Sozialen Medien
  • Wissenschaftler:innen können direkt sichtbar werden,
  • Forschungsprozesse werden zugänglicher,
  • Inhalte können zielgruppenspezifisch aufbereitet werden.

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