Vertrauen und kommunikative Ethik

In einer Zeit, in der populistische Diskurse den Status von Wissen in Frage stellen, braucht es Vertrauen in die Wissenschaftskommunikation. Das ist jedoch kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bewusster sprachlicher Entscheidung.

Vertrauen und kommunikative Ethik mit Blick auf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Definition: Vertrauen und kommunikative Ethik
Kommunikative Ethik umfasst drei Aspekte:
Aus linguistischer Perspektive

Klarheit vs. Unsicherheit

Risikokommunikation erfordert kurze, klare Sätze ohne Wenn-und-Aber-Konstruktionen. Lange Konditional- oder Relativsätze sollten vermieden werden, um die kognitive Last zu reduzieren. 

Komplexe Darstellungen von Unsicherheit reduzieren die wahrgenommene Verständlichkeit.  Fassen Sie daher jede bedeutsame Relativierung in einem eigenen Satz:

Unsicherheitsmarkierungen

Sender-Empfänger-Sprache

Statt:

„Die Wissenschaft liefert Lösungen“ 

Besser:
„Gemeinsam mit der Gesellschaft entwickeln wir Lösungen“

Prüfkriterien für die Textarbeit

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